| Fahrtroute: |
Anfahrt zum Grand Canyon
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| Unterkunft: |
Econo Lodge - Williams,AZ - ordentliches Motel
mitten im Ort. Preis 44$.
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Nach kurzem Eiskratzen um kurz vor vier morgens (!) ging es los - dem
Sonnenaufgang entgegen. Auf dem Weg standen zwar zweimal Elche mitten
auf der Fahrbahn, doch durch beherztes Bremsen, Licht ausschalten und
Hupen haben wir sie erfolgreich zurück in den Wald geleitet...
.
Selbst
um die recht unfaire Uhrzeit waren schon dutzende Menschen am Viewpoint.
Teilweise kamen einige in kurzen Sachen um bibbernd vor Kälte bei
knapp über 0° auszuharren. Allerdings hat der folgende Sonnenaufgang
uns und alle übrigen wartenden voll für's frühe Aufstehen
entschädigt! Es ist einfach eine phantastische Kulisse, die recht
plötzlich in ein helles Licht getaucht wird. Vom North Rim aus
müsste das ganze wohl noch genialer sein, da man dort die Sonne
im Rücken hat.
Nach
zwei Stündchen Schlaf nachholen im Auto wollten wir dann doch einmal
ein Stück in den Canyon hinabsteigen. Der Bright Angel Trail führt
insgesamt um ca. 700 Meter in die Tiefe bis zu einer Plattform, von
der aus man dann den Colorado immerhin sehen kann. Der Trail ist aber
als Tagestour empfohlen mit einer Übernachtung unten auf der Indian
Garden Ranch. Da dort jedoch eine Voranmeldung notwendig ist, haben
wir uns entschlossen nur die ersten zwei der vier Haltepunkte anzulaufen
um danach wieder umzukehren. Bis dort waren es immerhin 491 Höhenmeter
und ca. eineinhalb Stunden.
Uns wurde auch schnell klar, warum der Weg nach Indian Garden und zurück
nur von gut konditionierten Personen an einem Tag geschafft werden kann
(und auch nur wenn man schon um 6:00-7:00 startet): waren es oben am
Canyonrand noch 15° (gegen 11:00), so herrschte am zweiten Haltepunkt
schon eine irre Hitze. Außerdem gibt es auf der Strecke keinen
Schatten! Im Sommer ist die Tour also innerhalb eines Tages überhaupt
nicht zu empfehlen.
Der
Aufstieg war dann nach einer längeren Pause noch recht locker ebenfalls
in eineinhalb Stunden zu schaffen. Oben angekommen sahen wir dann aber
irgendwie verdammt staubig aus. Trotzdem ging es noch mit dem Shuttlebus
den West Rim Drive entlang, an dem wir dann auch einmal den Colorado
direkt sehen konnten.
Alles in allem war der Grand Canyon auf jeden Fall einen Besuch wert.
Er ist zwar nicht der schönste aller Naturparks, doch auf jeden
Fall sehr eindruckvoll. Durch den Weg hinab bekommt man erst eine wirkliche
Vorstellung der Dimensionen. Der einzige Nachteil war, daß hier
wirklich jeder Tourist vorbei muß und bereits in der Vorsaison
dutzende von Reisebussen ankamen, so daß hier keiner mit einem
einsamen Naturerlebnis rechnen darf.
